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Palast der Republik

Der Palast der Republik war ein Gebäude im Zentrum Berlins. Es wurde in der DDR als Kulturhaus genutzt. Ausserdem beherbergte der Palast der Republik die Volkskammer. Der Palast der Republik soll seit dem 6 Februar 2006 schrittweise abgerissen werden.

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Berlin Palast der Republik geflutet mit 220 000 Liter Wasser

 

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palast

In nur 36 Stunden haben wir den Palast abgedichtet

Verwendet wurde eine 1mm starke Folie in Maigrün

 

Berlin geflutet

palast der Republik

Für ein Kunstprojekt wird der Berliner Palast der Republik mit 220.000 Liter Wasser geflutet.
 

 

 

Mit Schlauchbooten sollen die Gäste der Performance „Fassaden-republik” durch das hintere Foyer des Gebäudes paddeln.

Berlin Palast der Republik

Kleine Info Palast der Republik

Dem Bau des Palastes der Republik liegt das Konzept eines Volksheimes oder Volkshauses zugrunde, das im 19. Jahrhundert vor allem von der sozialistischen Arbeiterbewegung verfochten und etwa in Belgien, Frankreich (Centre Georges Pompidou), den Niederlanden oder Schweden (Kulturhuset in Stockholm) zu umfangreichen Bauten führte. Vor allem in der frühen Sowjetunion wurden Kulturhäuser zu Symbolen der neuen Staatsmacht. In Deutschland bauten vor allem die Gewerkschaften solche Anlagen. In der DDR wurde die Aufgabe des Kulturhauses oder Kulturpalastes zu einer eigenständigen Richtung der Architekturtheorie. Die oft zu lesende Behauptung, der klassizistische Architekt Karl Friedrich Schinkel habe bereits solche Bauten geplant, ist hingegen nicht korrekt.

Der Palast der Republik zeigte sich vor allem mit seinen umfangreichen Foyers, den Restaurants, der Bowlingbahn, aber auch mit dem Großen Saal für Veranstaltungen als Kulturpalast. Auf Grund des weitgehenden Fehlens ähnlicher Anlagen im Zentrum Ost-Berlins war ihm die Publikumsgunst sicher. Auftritte nationaler und internationaler Künstler wie beispielsweise Udo Lindenberg, Harry Belafonte, Mireille Mathieu, Katja Ebstein, Miriam Makeba u.v.a., ein eigenes kleines Theater im Palast (TiP) mit einer mobilen Studioregieanlage für Ton, Licht, Regie (Design: Jürgen Frenkel). Ausstellungen, Restaurants mit bevorzugter Belieferung, ein Eiscafé, eine Milchbar, eine Diskothek, ein auch sonntags geöffnetes Postamt, Bowlingbahnen, großformatige Gemälde von 16 prominenten DDR-Künstlern im Foyer (Willi Sitte, Walter Womacka, Wolfgang Mattheuer und andere unter dem Motto „Wenn Kommunisten träumen“), zahlreiche weitere Kunstwerke (wie zum Beispiel die oft gezeigte „Gläserne Blume“ der Magdeburger Künstler Reginald Richter und Richard Wilhelm) und aus Schweden importierter weißer Marmor machten aus diesem Bau etwas Einzigartiges.

Der kleine Saal des Palastes diente als Sitz der Volkskammer, des Parlaments der DDR. Der große Saal diente als Ort für große Kulturveranstaltungen. Er hatte die Form eines symmetrischen Sechsecks mit 67 Meter Breite und 18 Meter Höhe. Hubeinrichtungen ermöglichten verschiedene Höhen der Bühne für verschiedene Kongress- oder Konzertzwecke. Die Aktionsfläche war somit von 170 bis 1000 m² wandelbar. Sechs schwenkbare Parkettteile, absenkbare Deckenplafonds und flexible Trennwände ermöglichten eine äußerst variable Einrichtung und Bestuhlungen zwischen etwa 1000 und 4500 Plätzen. Wichtige repräsentative Nutzungen waren die 1976, 1981 und 1986 stattfindenden SED-Parteitage, auf deren Delegiertenzahl die Größe des Saals abgestimmt war und viele TV-Aufzeichnungen der DDR-Unterhaltungssendung „Ein Kessel Buntes“.

Für den Palast der Republik gab es verschiedene satirische Bezeichnungen wie Palazzo (prozzo), Ballast der Republik oder Erichs Lampenladen. Letzterer spielte auf die zahllosen Leuchten der Foyerdeckenbeleuchtung und den Staats- und Parteichef Erich Honecker an. Diese niemals offiziell gebrauchten Bezeichnungen waren unter den Berlinern bekannt, gehörten aber nicht zum häufigen Sprachgebrauch. Ihre Herkunft ist umstritten und nicht belegt; Mutmaßungen dazu reichen vom Berliner Volksmund bis zur Westberliner Boulevardpresse.

Im Oktober 1983 wurde überraschend dem westdeutschen Rocksänger Udo Lindenberg ein Konzert im Palast der Republik vor ausgewähltem Publikum (FDJ) erlaubt, nachdem er in seinem Hit „Sonderzug nach Pankow“ darüber geklagt hatte, dass ihm Auftritte in der DDR versagt blieben. Die in Aussicht gestellte DDR-Tournee wurde dann aber doch nicht genehmigt.

 

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